2012 – die ersten Gedanken zur Deckelaktion

Wie alles anfing..

Als mir irgendwann 2012 die Idee kam, die Plastikdeckel-Sammelaktion auch in Deutschland zu starten, hat mir erst mal fast  jeder einen Vogel gezeigt.

Was ist das für ein Quatsch!? Wie soll das denn gehen? Wer kauft Dir das Zeug ab? Wer sammelt denn Deckel (=Müll) zu Hause? Wie willst Du das starten? Natürlich habe ich die Fragen und Bedenken in der Theorie verstanden. Mir war das Ziel jedoch so klar vor Augen, dass ich wusste, es würde in der Praxis ordentliche Antworten geben.

So habe ich mich hingesetzt und erstmal ein ordentliches Konzept geschrieben, geprüft, ob das Ganze rentabel sein kann, komplizierte, mathematische Berechnungen aufgestellt, im Internet recherchiert.. und…hmmmm…nein! Wer mich kennt, lacht sich jetzt schon schlapp! Es gab weder einen echten “Businessplan”, noch ein echtes Konzept. Es gab nur meinen Traum und den Wunsch, es zu schaffen!!

Das Grundkonzept war für mich ganz einfach: Deckel sammeln, Menschen begeistern, Logistiker für den Transport der Deckel finden, Recyclingunternehmen finden, fertig.

Ach, ich fang erst mal an...

Also habe ich zunächst vielen Leuten von der Idee erzählt, die ersten Deckel wurde gesammelt. Der erste offizielle Sammelbehälter (damals waren wir von den Tonnen noch weit entfernt!) wurde bei Edeka Kappe in Wunstorf aufgestellt. Das war im Mai 2013. An der Stelle danke ich Herrn Kappe, er hat sofort an uns geglaubt und fand die Idee prima!

Stadtanzeiger Kappe 11-05-2013
Quelle: Wunstorfer Standanzeiger vom 11.05.2013

Zu dem Zeitpunkt gab es jedoch noch keinen Container, d. h. die Deckel, die schleppend kamen, konnten locker zu Hause im Schuppen gesammelt werden.

Die Suche nach dem Recyclingunternehmen und Logistiker gestaltete sich zu dem Zeitpunkt bereits über ein Jahr schwer. Ich habe mir die Finger blutig getippt und den Mund fusselig geredet. Und plötzlich ging es ganz schnell! Beides war gefunden!!

Ich bin damals mit meiner Mutter zum Recycler gefahren, wir haben uns die ganzen Anlagen und Abläufe ansehen dürfen. Wir wurden sehr herzlich herumgeführt. Mir war wichtig, dass ich später jedem erzählen kann, was da passiert. Wie aus einem Deckel Geld gemacht wird, warum und was damit geschieht. Das war hochinteressant. Am Ende haben wir Details besprochen, konnten den Geschäftsführer für uns begeistern und haben bis heute vertrauensvoll und gut miteinander gearbeitet.

Tja und dann kam DER Anruf: “Wir liefern am 15.10.2013 den 20-Fuß Container. Wohin dürfen wir den bringen lassen?” Meinen schockierten Blick und den leichten Anflug von Panik kann sich vielleicht jeder vorstellen. Dieses Gefühl im Bauch, wenn man denkt, jetzt hast Du Dich übernommen. Das Gegenteil von bunten Schmetterlingen. Es waren bei mir eher so fette, graue Falter im Bauch, die glaub ich, auch noch schallend gelacht haben.

Für die Zahlenjunkies unter uns:
Länge: 6,06 m – Breite: 2,44 m Höhe: 2,59 m. Leergewicht ca. 2.300 kg!
Volumen: ungefähr 33 Kubikmeter ( = 33 Klötze mit 1 x 1 x 1 m Kantenlänge)
befüllt ca. 10.300 kg Gesamtgewicht (über 8.000 kg Plastikdeckeln + 2.300 kg Eigengewicht)

Huch und hoppla!! In meinem naiven Kopf geisterte der Gedanke, wir starten mit einem Muldenkipper!!!
“Nö, nicht profitabel”, war die Antwort. Ok. Eines stand fest: das Teil ist zu groß für den nicht vorhandenen Vorgarten. (Die grauen Falter in meinem Bauch warfen inzwischen Konfetti, mir war echt übel!)

Da es Probleme in meinem Leben selten gibt, sondern nur Lösungen, habe ich kurz nachgedacht, ein paar Leute gefragt und da war sie, die Lösung! Mit einem kleinen Umweg hat unser Bürgermeister geholfen und hat uns bis heute kostenfrei einen abschließbaren Platz zur Verfügung gestellt. Auch ihm sind wir sehr dankbar. Und dem Kontakt auch (sie fühlt sich hoffentlich angesprochen!).

Herr Bürgermeister hat es sich übrigens nicht nehmen lassen, damals mit dem Wunstorfer Stadtanzeiger, die erste offizielle Sammeltonne bei Edeka Kappe einzuweihen!

Stadtanzeiger 2014-01-23
Quelle: Wunstorfer Stadtanzeiger am 23.01.2014

Plötzlich wurden aus den fetten, grauen Faltern bunte Schmetterlinge!! Alles fügte sich und die Plastikdeckel-Sammelaktion, die uns bis zum 31.12.2019 begleitet (hat), war gestartet.

Es folgten viele, viele Sammelstellen, Firmen, Schulen, Kindergärten, Altenheime usw. Unsere Aktion wurde zu einem riesigen Schneeball voller Freude und Spass! Wir sind sehr viel herumgekommen, haben viel erlebt und unendlich viele, tolle Menschen kennengelernt!!

Wenn Ihr eine Idee und Träume habt, dann bleibt dran! Gebt nicht auf und begrabt nicht die Ideen in den Anfängen.
Holt Euch Leute ins Boot, die an Euch und Eure Idee glauben, die genauso verrückt sind!! Sucht Menschen, die sich begeistern lassen, die mit Euch scheinbar Unmögliches möglich machen wollen und aus dicken, trägen Faltern wunderschöne Schmetterlinge entstehen lassen!!

Ich habe einen Traum gehabt und er wurde wahr!

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