Assistenzhunde

Hier findet Ihr alle Infos um die Assistenzhunde: zu Handi´Chiens, zur Welpenauswahl, Ausbildung, den Kosten und dem Bewerbungsablauf.
Ganz unten findet Ihr häufig gestellte Fragen mit Antworten.

Welche Aufgaben übernimmt ein Assistenzhund?

Assistenzhund im Dienst

Woran erkenne ich einen Assistenzhund im Dienst? Und wie verhalte ich mich?

Ist ein Assistenzhund im Dienst, erkennst Du das an seinem Cape (=Mantel/Umhang) und der angelegten Leine.
Dann gilt, wie bei jedem anderen Hund auch: bist Du mit Deinem Hund unterwegs, leine ihn bitte an.
Unsere Hunde sollen, wenn sie im Dienst sind, nicht mit anderen Hunden schnüffeln oder gar zum spielen aufgefordert werden.
Ansonsten werden alle Assistenzhunde (auch Helferhund genannt), Blindenführhunde, Therapiehunde usw. im Dienst nur von Herrchen oder Frauchen gestreichelt und gefüttert. Auch Arbeitsworte werden nur von Herrchen/Frauchen genannt.
Das sollte selbstverständlich sein, denn Assistenzhunde sollen während ihrer Arbeit nicht abgelenkt werden.
Vielen Dank für Deine Rücksichtnahme, sie erleichtert uns das Leben!

Infos zu Handi´Chiens

Handi´Chiens wurde 1989 in Frankreich gegründet

und ist der französische Ausbildungsverein in Frankreich, von dem wir unsere Assistenzhunde bekommen.
Dort sorgen verteilt auf 4 Ausbildungszentren:
45 Angestellte
17 speziell ausgebildete Hundetrainer und ihre 4 Chefs
60 Delegierte (ungefähr zu übersetzen mit: Co-Trainer)
für die beste Ausbildung von der Assistenzhunden, wie wir meinen.
Dazu kommen noch ca. 350 ehrenamtliche Patenfamilien, ohne die das gesamte Konzept so nicht möglich wäre!

Infos zu den ausgebildeten Hunden

Stand 2017 wurden mehr als 2.000 fertig ausgebildete Assistenzhunde an ihre Menschen vergeben!
Die Handi´Chiens Assistenzhunde sind in Frankreich vom Gesundheitsministerium und dem Ministerium für Landwirtschaft anerkannt!


Haben Assistenzhunde auch mal Freizeit?

JA KLAR!
Wenn die Hunde kein Cape und keine Leine tragen, haben sie Freizeit.
Dazu gehören ausgedehnte Spaziergänge, mit anderen Hunden toben, schnüffeln,
also einfach mal Hund sein dürfen. Das ist ganz wichtig neben dem Job als Helfer.
So behält man einen ausgeglichenen, glücklichen und zufriedenen Assistenzhund.

 

Assistenzhunde haben Freizeit

FAQs - Häufig gestellte Fragen

Wir finanzieren ausschließlich Assistenzhunde für Menschen, die in ihrer Mobilität (körperlich) eingeschränkt sind.

Es werden Retriever genommen: Golden Retriever und Labrador Retriever. (Ja, auch der Labrador ist ein Retriever, das wissen nur viele nicht!)
Diese Rassen sind unglaublich nett im Umgang mit Menschen, fröhlich, sensibel und sie haben den “will to please”, sie möchten immer gefallen.
Sie lassen sich leicht führen, leicht motivieren und strahlen unbändige Lebensfreude aus. Desweiteren arbeiten sie gern, d. h. Dinge aufheben oder tragen liegt ihnen im Blut!
Hüte- und Jagdtrieb oder Beschützerinstinkt darf der Hund nicht haben.

Die fertig ausgebildeten, charakterlich gefestigten Assistenzhunde sind bei Übergabe 2 Jahre alt.

Der Mensch greift in Frankreich nicht, wie oft üblich, ein und legt fest, welcher Mensch welchen Assistenhund bekommt.
Die Zusammenführung von Assistenzhund und Mensch ist etwas ganz Besonderes!
In den 2 Wochen Aufenthalt in Frankreich werden sich Mensch und Hund finden.
Wie das funktioniert, lesen Sie in unserem Blog.

Nein, die Hunde werden in den ersten 2 Jahren gleich ausgebildet.
Hintergrund: Der Assistenzhund wird komplett fertig ausgebildet und erst dann wird er seinen Menschen finden.
Nur mal angenommen, Handi´Chiens stellt während der Ausbildung fest, dass der Hund nicht als Assistenzhund geeignet ist und der Hund wäre schon versprochen – das wäre sehr traurig für den Menschen!
Wenn der Hund kein Assistenzhund sein kann oder möchte, wird er niemals in diese Rolle gezwungen und wird aus dem Programm genommen! Die Assistenzhunde arbeiten gern und auf keinen Fall, weil sie es müssen.

Um ein paar Dinge zu nennen:
– das Telefon holen
– heruntergefallene Gegenstände aufheben
– sie können das Wasser aus der Küche holen (Plastikflasche)
– Türen und Schubladen öffnen und schließen
– Lichtschalter betätigen
– Ampelknopf drücken
– beim Ausziehen helfen (z. B. Jacke, Strümpfe)
– sie lernen, draußen nichts zu fressen und angebotenes Futter abzulehnen
– sie können an der Kasse bezahlen
– sie lernen, vor einem Geschäft ohne Leine liegenzublieben
– sie können lernen, die Gehstützen zu bringen
– sie können lernen, jemanden zuzudecken

Da die Hunde in Frankreich ausgebildet werden, verstehen sie alle Arbeitsworte auf französisch.
Da man in Frankreich 2 Wochen den ganzen Tag mit den Assistenzhunde arbeitet, lernt man die Worte sehr schnell. Die Sprache ist keine Hürde.

Wir sind der Meinung, dass das Ausbildungskonzept von Handi´Chiens das Beste ist:
Die besondere Sorgfalt bei der Auswahl der Welpen.
Eine lange Ausbildung von 2 Jahren, die nicht selbstverständlich ist.
Die besondere Art der Zusammenführung von Mensch und Tier.
Der lebenslange Support durch den Verein.
All das, gepaart mit Liebe, Leidenschaft, Zeit und der Kompetenz seit 1989 überzeugen uns.

Der erste Schritt ist eine Email, in der Du uns gern ein wenig von Dir erzählen darfst. Vielleicht verrätst Du uns, wie Du auf uns aufmerksam geworden sind und ein paar Details mehr?
Hier steht alles zum Bewerbungsablauf und hier gelangst Du direkt zur Bewerbungsseite.

Nein, wir bilden die Assistenzhunde nicht selber aus.
Das überlassen wir den Profis, die das seit 1989 mit größter Kompetenz, Liebe und Leidenschaft können: Handi´Chiens in Frankreich.

Die 2 Jahre sorgfältig ausgebildeten Assistenzhunde kosten 15.000 Euro.
Darin enthalten:
– Kauf der Welpen (Handi´Chiens züchtet nicht selber)
– Futter und Ausstattung für die ersten 2 Jahre
– Alle Tierarztkosten während der Ausbildung (Impfungen, Entwurmungen, Kastration usw.)
– Personal- und Unterhaltungskosten der 4 Ausbildungszentren in Frankreich
(Handi´Chiens ist nicht staatlich und somit unabhängig!)
– Die Unterbringung der Bewerber während der 2 Wochen in Frankreich (darum kümmert sich Handi´Chiens)
– Lebenslanger Support bei Fragen

Da wir selber keine Assistenzhunde ausbilden, ist das nicht möglich.

Da sämtliche Assistenzhunde in Deutschland staatlich nicht anerkannt sind, können wir das nicht.
Desweiteren gibt es in Deutschland keine einheitliche Regelung und keine allgemeingültigen Qualitätsstandards für Assistenzhunde als auch für die Abnahme zur Prüfung als Assistenzhund.
Anders ist es bei Blindenführhunden!

Das ist Thomas W.
Er ist unser aktueller Bewerber für 2019.
Wir sammeln fleißig Spenden und hoffen, dass wir ihm schnell seinen treuen Gefährten, Helfer und Freund finanzieren können. 
Danke von unserer Seite für alle, die uns unterstützen!

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